Mit Ton zu arbeiten – also Keramik – ist eine der ältesten Techniken die der Mensch entwickelt hat. Aufgebaut aus Tonwülsten, später auf der Drehscheibe. Oft sind die Spuren des Machens noch zu sehen. Die Oberfläche wurde geglättet, poliert – die Gefäße dienten einem Zweck und mussten dicht sein – mit Engoben bemalt zur Verschönerung; später kam die Glasur hinzu. Hergestellt wurden Gefäße und Idole zur Verehrung oder Beschwörung.
Meine Arbeit ist also fern von high-tec; für mich ist es reizvoll mit den Händen zu arbeiten; ich benötige wenige Werkzeuge. Die Werkzeuge moderner Technik tragen wenig zur Formgebung bei – ein Paddel, ein Stück Holz genügen oft zur Verdichtung der Masse. Auf einen Brennofen mit modernem Steuergerät verzichte ich nicht gern, obwohl die Flammenspuren eines im Boden oder Holzofen gebrannten Werkstückes äußerst reizvoll sind.
Ich bevorzuge organische Gebilde, deren Oberflächen aufgerissen, verletzt, oft aufgeschnitten, beschädigt sind. Sie zeigen Narben, Verkrustungen, Schrunden. Spuren des Lebens.
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