Nannatextiles

29.11.2024 – 2.2.2025

Mit seiner neuen Ausstellung „nannatextiles“ entführt der Kunstverein Aalen vom 30. November über den Jahreswechsel hinaus bis zum 2. Februar in die Welt der in Stuttgart ansässigen Textilkünstlerin Nanna Aspholm-Flik. Neben der Ausstellung bietet die 1964 in Tampere in Finnland geborene, international agierende Textildesignerin in den Räumen des Kunstvereins ein umfangreiches Rahmenprogramm an.

Die multidimensionale Welt von Nanna Aspholm-Flik, die 2016 im Alter von 51 Jahren ihr Textildesign-Studium an der Stuttgarter Kunstakademie abgeschlossen hat, umfasst Kunst, Pädagogik, Forschung, Vermittlung, Kooperationen und Team-Projekte im Textilen und im Kunsthandwerk. Ganz nach ihrer Devise „Das Textile erdet mich“ sucht Nanna Aspholm-Flik unentwegt die Begegnungen mit Mitmenschen

In Aalen initiiert Nanna zudem in Zusammenarbeit mit dem aus Kalifornien stammenden Parfümeur-Studenten Alexander Chavez eine neue Wahrnehmungsdimension für Besucher. Die beiden werden mit der Kombination aus Textilkunst und Duft experimentieren. Die Besucher können beim Projektstart am 8. Dezember mitwirken. Im Dialoggespräch erläutert das Duo seinen Ausgangspunkt und hofft auf Input.

Im Finissage-Talk „Textilkunst und Duft“ am 2. Februar erfährt das Publikum dann mehr über die Idee und den detaillierten Co-Creation-Prozess. Die Ausstellung „nannatextiles“ findet im zweiten und dritten Stockwerk in den Räumlichkeiten des Kunstvereins statt. Im ersten Obergeschoss des Alten Rathauses wird es eine „Textil-Laborlandschaft“ geben. Nanna Aspholm-Flik will hier kleinen Teams, Kindergärten, Schulklassen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Textil-Gruppen und allgemein interessierten Menschen Materialexperimente ermöglichen. Interessenten werden gebeten, sich per Mail an info@nannatextiles.de dafür anzumelden.

nannatextiles“: Vernissage Freitag, 29. November, 19 Uhr, mit einem Gespräch zwischen der Kunstvereinsvorsitzenden Ines Mangold-Walter und der Textilkünstlerin Nanna Aspholm-Flik. Musikalische Umrahmung: Tobias Brunner und Björn Franzen. Öffnungszeiten: bis 2. Februar 2025. Montag und Dienstag geschlossen Mittwoch 14 bis 17 Uhr; Donnerstag 16 bis 19 Uhr (Tag der Kunst mit kostenlosem Eintritt); Freitag bis Sonntag und an Feiertagen 10.30 bis 17 Uhr. Regulärer Eintritt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Begleit- und Aktionsprogramm

Sonntag, 1. Dezember, 15 Uhr: Dialog-Gespräch/Ausstellungsführung mit Nanna Aspholm-Flik (45 bis 60 Minuten). Freitag, 6. Dezember, 15 Uhr: Dialog-Gespräch/Ausstellungsführung, anschließend „Communal Stitching“ (gemeinschaftliches Sticken im eigenen Tempo, ohne Vorkenntnisse). Sonntag, 8. Dezember, 14 Uhr: Dialog-Gespräche/Ausstellungsführung mit Nanna und Alexander Chavez (Deutsch und Englisch) über das „Textil und Duft“-Prozessprojekt, anschließend bis 17 Uhr Möglichkeit zum weiteren Austausch. Freitag, 27. Dezember, 15 Uhr: Dialog-Gespräch/Ausstellungsführung, anschließend gemeinschaftliches Sticken. 13 und 17 Uhr: „Japan inspiriertes Sticken“, Workshops je 2,5 Stunden für Eltern mit Kindern oder Erwachsene. Sonntag, 29. Dezember, 15 Uhr: Dialog-Gespräch/Ausstellungsführung, anschließend gemeinschaftliches Sticken. 17 Uhr: Impulsvortrag mit Schaubildern über die international preisgekrönte Textilkünstlerin und Kunsthandwerkerin Lotte Hofmann (1907- 1981). Weitere Infos unter www.lotte-hofmann-stiftung.de. Samstag 4. Januar, 15 Uhr: Dialog-Gespräch/Ausstellungsführung. 17 Uhr: Impulsvortrag über die Textilkünstlerin und Kunsthandwerkerin Lotte Hofmann. Sonntag, 5. Januar, 13 und 17 Uhr: „Japan inspiriertes Sticken“, Workshops je 2,5 Stunden für Eltern mit Kindern oder Erwachsene Sonntag, 2. Februar, 14 Uhr: „Textilkunst und Duft“, Impulsvortrag mit Nanna Aspholm-Flik und Alexander Chavez 16.30 Uhr: Finissage und Dialog-Gespräche mit Mitwirkenden der Textil-Laborlandschaft im ersten Obergeschoss.

International unterwegs

Die seit ihrem 19. Lebensjahr im Ausland lebende Finnin, die zunächst in Kalifornien Sinologie studiert und danach drei Jahre lang in China gelebt hatte, erspürt einen tiefen Kontakt zur Welt und zu den Menschen durch die verschiedensten Textilkulturen. Während der Corona-Pandemie entstand in der Einsamkeit ihrer Atelierwerkstatt im Stuttgarter Westen eine neue und farbenfrohe Ästhetik. In Aalen werden zwei aktuelle Textilprojekte thematisiert.

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