Das Anliegen der Urban Art- bzw. Street Art-Kunstbewegung ist ursprünglich, im öffentlichen Bereich mit Bildersprachen zu kommunizieren, wobei die Orte wie die Identität der Künstler durchaus fast verborgen sein können. Bildträger und Bild- oder Schriftbotschaften sind formal unbegrenzt. Oft ist das Medium die Botschaft – auch die sozialen Medien sind zu Botschaftern geworden.
Die ebenfalls ursprünglich oft illegale Aktion, die Anonymität und das Pseudonym wandeln sich teilweise. Auftragsarbeiten von privater oder öffentlicher Seite können entstehen. Anfangs intendierte, nicht kommerzielle Formate. sind längst mit kommerziell verwertbaren verknüpft. Anarchisches als “Abgrenzung” kann als Gut produziert werden. (Jens Thomas: Subversiv und selbstverklebt, 2009). Die Haltungen der Macher sind hier sehr unterschiedlich. Klassische Einteilungen und Abgrenzungen der Künste sind überholt.
Künstler, die international Furore gemacht haben, wie Blek le Rat, Borondo, Cope2, Herakut, JR, Shepard Fairey, Stefan Strumbel, Vhils und andere sind in der Ausstellung mit Werken und Werkgruppen vertreten.
Die Ausstellung im Kunstverein Aalen liefert ein Spektrum an Beispielen zum Diskurs dieser Kunst.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird Laurenz Theinert in einem künstlerischen Duell, die von Axel Hanfreich produzierte Musik, mit seinem Visual Piano vom Alten Rathaus aus auf die Marktplatzumgebung in ein spannendes Lichtspiel verwandeln.